Kunststoffe

Kunststoffe werden nach ihrem Aufbau in drei Gruppen unterteilt:

  1. Thermoplaste
  2. Duroplaste
  3. Elastomere

REBOPLASTIC verarbeitet Thermoplaste, auch Plastomere genannt. Sie bestehen aus fadenförmigen Makromolekülen und weisen keine Vernetzungsstellen auf. Die Kunststoffe sind bei Raumtemperatur fest, bei zunehmender Temperatur thermoelastisch, bei hoher Erwärmung thermoplastisch und schließlich flüssig. Thermoplaste zeichnen sich dadurch aus, dass sie im warmen Zustand umformbar, schweiß- und einschmelzbar sowie recyclefähig sind.

Zu den Thermoplasten zählen u.a.: Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polyamide (PA), Polylactat (PLA), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC), Polyethylenterephtalat (PET), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Polyetheretherketon (PEEK) und Polyvinylchlorid (PVC). Der am längsten bekannte Thermoplast ist Zelluloid. Die am häufigsten verwendeten Thermoplaste sind Polyofine, wie Polyethylen und Polypropylen.

Die verschiedenen thermoplastischen Kunststoffe lassen sich jeweils in in einem bestimmten Temperaturbereich verformen. Das Material wird dann weich und ist nicht mehr formstabil.

Im Gegensatz zu Duroplasten und Elastomeren können Thermoplaste durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis in den schmelzflüssigen Zustand beliebig oft verformt werden, solange nicht durch Überhitzung die sogenannte thermische Zersetzung des Materials einsetzt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Thermoplasten ist ihre Schweißbarkeit.

Die verschiedenen thermoplastischen Kunststoffe unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Temperaturbeständigkeit (siehe Schaubild am linken Bildrand) und Kristallinität.

So sind teilkristalline Sttandard-Thermoplaste wie PP und PE zwischen 0° und 90° beständig.

Technische Thermoplaste hingegen finden in Temperaturbereichen zwischen 90° und 150° Verwendung. PC in diesem Fall als amorphe, PET, PP-HT, PA 6 E, PPE, POM-C und ABS als teilkristalline Thermoplaste.

Die beständigste Art der Thermoplaste sind die sogenannten Hochtemperatur Thermoplaste. Diese sind hitzebeständig bei Temperaturen zwischen 150° und 300°. Im Bereich der amorphen Thermoplaste gehören PPSU, PEI und PSU dazu, im Bereich der teilkristallinen Thermoplaste sind dies PEEK, PPS und PVDF.

Neben der thermischen Bearbeitung lassen sich Thermoplaste auch mechanisch bearbeiten, z.B. durch Sägen, Fräsen, Schleifen, Drehen, Hobeln sowie durch die Fügeverfahren Kleben und Schweißen.